Fachbereich Mechatronik, 2006 / 2007

Projekt: „Bau eines Buggys“

Ein Bericht von Fachbereichsleiter Dipl.-Päd. Bodner Armin

Im Schuljahr 06/07 gab es an der Polytechnischen Schule in Matrei neben den

Fachbereichen Metall, Holz, Bau, Mechatronik, Dienstleistungen und Tourismus

zusätzlich zwei Fachbereiche mit Schülern, die sich fast ausschließlich für den

Beruf des Kfz – Technikers interessierten. Deshalb plante ich für das zweite

Semester ein besonderes Projekt: Den Bau eines Buggys

In den Semesterferien zeichnete ich die Pläne für alle Einzelteile (45 an der

Zahl), die für den Grundaufbau notwendig waren.

Das Material (Formrohre, Flachstahl, usw.) wurde uns zu günstigsten

Konditionen von der

 

Firma Metallbau IDL in Nussdorf Debant zur

Verfügung gestellt.

Die notwendigen Grundfertigkeiten wie Schneiden, Bohren, Schleifen, Feilen,

Gewindeschneiden erlernten die Schüler bereits im ersten Semester. Natürlich

benötigte es auch Schweißer, die für den Bau des stabilen Rahmens

verantwortlich waren. Deshalb achtete ich genau darauf, welche Schüler sich

besonders dafür eigneten..

Wesentiche aber schwierige Punkte waren Arbeitsteilung und Sicherheit.10

Schüler gleichzeitig zu beschäftigen, nebenbei zu erklären und Anweisungen zu

geben und noch auf die Sicherheit zu achten ist nicht einfach. Gott sei Dank

ging alles gut. Während der gesamten Bauzeit gab es keine Verletzungen.

Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Jugendlichen vernünftig und sorgfältig ihre

Arbeiten ausführten.

Es war mir auch ein Anliegen, dass die Schüler nicht ausschließlich nach Plan

arbeiten sondern auch selber Ideen einbringen konnten.

Das Ergebnis:

- Der Heckspoiler, angefertigt aus Aluminium

(Marcel Schnell, Julian Wahler)

- Der Verbau an den Seiten hatte keinen rechten Winkel, musste aber

identisch (links und rechts) sein

 

mit Bravour gelöst

(Florian Mattersberger, Kevin Cecco,…)

- Der Sitz: hergestellt aus Winkelschienen, Flachstahl und HDF-Platten

(Martin Aßlaber, Patrick Presslaber)

- Das Lenkrad: nach Eigenplanung gearbeitet

(Markus Groder)

- Kotflügel vorne

(Dominik Berger)

- Stoßfänger vorne

(Presslaber Robert)

- Auspuff, usw….; die Liste ließe sich beliebig fortsetzen

Der Einbau des Motors gestaltete sich nicht einfach, da er ein Gewicht von ca.

30 kg hatte. Diesen richtig in Position zu bringen und zu befestigen war eine

äußerst heikle Angelegenheit.

Kraftfahrzeugtechnik ist auch ein recht großes Gebiet im Fachbereich

Mechatronik (hängt immer von den Schülerinteressen ab). Deshalb war es für

die Schüler auch kein Problem den Vergaser, der vollständig verschmutzt war,

zu reinigen und wieder zusammenzubauen. Nur der Start des Motors gestaltete

sich als körperlich anstrengendes Unterfangen. Bis wir dann die Zündkerzen

erneuerten. Dann lief er einwandfrei.

Ich muss sagen, ich habe noch nie so viel Mitarbeit und positive

Rückmeldungen seitens der Schüler erhalten. Man stelle sich vor, einige

von ihnen (Martin Ortner, Markus Groder, Marcel Schnell, Dominik

Amoser) erschienen sogar noch in den Ferien, um dem Buggy den letzten

Schliff zu verpassen.

Mein Dank ergeht an folgende Personen und Firmen:

- Direktor Reinhard Salcher für die hundertprozentige Unterstützung auch

in finanzieller Hinsicht

- Schüler meines Fachbereiches die an diesem Projekt beteiligt waren

- Metallbau IDL und Metallbau TROST für die Versorgung mit Metall

- Michael Etzelsberger für die Reifen

- Johann Köll für das günstige Motorrad

- Kirchturmtechnik Berger für die günstigen Pendellager

Einzelheiten:

Die Reifen stammen von einem Rasenmäher.

Die Radnaben kauften wir online, in einem Shop für Rennkarts, welche einer

Leistung von 40 – 60 PS standhalten.

Der Motor stammt aus einer Honda CB400 F mit ca. 37 PS. Diese mussten wir

komplett demontieren, dass wir den gesamten Kabelbaum erhielten.

Gewicht des Buggys: ca. 250 kg

Länge: ca. 2,70 m

Breite: ca. 1,40 m

Höhe: ca. 1,30 m

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